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Condor Detektive - überall für Sie im Einsatz. Blaumacher

Unter einem Blaumacher versteht man einen Arbeitnehmer, der zu seinem eigenen Vorteil der Arbeit ohne tatsächliche Krankheit fern bleibt und somit auf fremde Kosten seinen Arbeitgeber und letztlich die Allgemeinheit betrügt.

Der Blaumacher erhält unberechtigt eine Lohnfortzahlung, während er privaten Dingen fröhnt, einer Schwarzarbeit nachgeht oder einfach nur faul zuhause bleibt und seine Kollegen für sich arbeiten lässt. Besonders kurze oder auch regelmäßige oder häufige Fehlzeiten am Arbeitsplatz erwecken den Verdacht des „Blau“ machens. Erfahren Sie, was Detekteien gegen Blaumacher tun können.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum „blau machen“ diesen Namen trägt? Der Begriff Blaumacher entstammt alten Zeiten. Im Mittelalter arbeiteten Färber mit dem Farbstoff Indigo zum Blaumachen. Dieser Farbstoff entstammte bestimmten Pflanzen wie dem Indigofera Tinctoria oder dem Färberwaid. Indigo schimmert dabei in Pulverform leicht metallisch in verschiedenen Farbtönen von blau bis kupferrot.

Da Indigo aber nicht in Wasser löslich war benötigten die Färber ein Reduktionsmittel, um ihn löslich zu machen. Dazu wurde früher verfaulter Urin eingesetzt, was natürlich furchtbar stank. Damit der Urin besser funktionierte, wurde er mit Alkohol verstärkt. Da der Alkohol aber zu schade war, um ihn einfach beizumischen, tranken die Färber ihn und reicherten somit ihren eigenen Urin an. Anschließend wurde der Stoff in das Färbebad gelegt und man ließ es 12-24 Stunden einwirken. Wenn also die Färber hoffnungslos betrunken waren, dann hatten sie wieder ihre Urinfärbebäder angesetzt und warteten auf die Färbung des Stoffes.

Weil diese Trinkgelage oft an Sonntagen stattfanden, ergab sich schon im Mittelalter der blaue Montag als Teil des Arbeitslebens, während die Färber nämlich darauf warteten, dass ihr Stoff vollständig blau wurde. Und da sie in dieser Zeit nichts anderes zu tun hatten, machten Sie quasi blau.

   

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