Eine Konkurrenzanalyse untersucht systematisch Wettbewerber, deren Marktposition, Produkte, Preise, Marketingstrategien, Vertriebswege sowie erkennbare Stärken und Schwächen. Unternehmen nutzen diese Informationen, um ihr Wettbewerbsumfeld besser zu verstehen, Marktveränderungen früh zu erkennen und mögliche Wettbewerbsvorteile sowie Verbesserungspotenziale im eigenen Unternehmen zu finden.
Dabei sollten direkte und indirekte Wettbewerber unterschieden werden. Direkte Konkurrenten bieten vergleichbare Produkte oder Dienstleistungen für dieselben Kundengruppen an. Indirekte Konkurrenz befriedigt ähnliche Kundenbedürfnisse auf andere Weise und kann gerade in Nischenmärkten schnell an Bedeutung gewinnen.
Erlaubt sind insbesondere Recherchen in öffentlich zugänglichen Quellen, Unternehmens- und Schutzrechtsregistern, Webseiten, Social-Media-Kanälen, Veröffentlichungen, Messeauftritten sowie die Untersuchung rechtmäßig erworbener Produkte im gesetzlichen Rahmen.
Konkurrenzanalyse und Wirtschaftsspionage sind klar voneinander zu trennen. Professionelle Wettbewerbsbeobachtung arbeitet mit rechtmäßig zugänglichen Informationen und nachvollziehbaren Quellen. Illegale Informationsbeschaffung, Hacking, Abhören oder der unbefugte Zugriff auf Geschäftsgeheimnisse gehören nicht dazu.
Geht es nicht um allgemeine Marktbeobachtung, sondern um einen konkreten Verdacht auf Betrug, Wettbewerbsverstöße, Produktpiraterie, unerlaubte Konkurrenztätigkeit oder den Abfluss von Geschäftsgeheimnissen, lesen Sie bitte unsere Informationen zu
Wirtschaftsermittlungen.
Wettbewerber bestimmen
Direkte Konkurrenten, indirekte Anbieter, Marktführer, Start-ups und relevante Nischenanbieter erfassen.
Informationen sammeln
Produkte, Preise, Marktposition, Marketingstrategien, Finanzdaten, Schutzrechte und Online-Präsenz untersuchen.
Vergleichen
SWOT-Analyse, Benchmarking und Customer Experience Analyse machen Unterschiede und Muster sichtbar.
Strategie ableiten
Die Auswertung zeigt Chancen, Risiken, Marktnischen, Wettbewerbsvorteile und mögliche Verbesserungspotenziale.
Sie benötigen konkrete Informationen über Wettbewerber oder einen Markt?
Schildern Sie uns den Zielrahmen Ihrer Recherche und welche Auskunft Sie benötigen. Wir prüfen, welche öffentlich zugänglichen Quellen, Datenbanken, Testkäufe oder weiteren rechtlich zulässigen Rechercheschritte zur Aufgabe passen.
Kostenfreie und vertrauliche Erstberatung.
Eine Konkurrenzanalyse, auch Wettbewerbsanalyse genannt, ist die systematische Untersuchung der Konkurrenz innerhalb eines bestimmten Marktes oder Teilbereichs.
Sie soll zeigen:
Die Konkurrenzanalyse schafft damit eine Basis für unternehmerische Entscheidungen. Sie soll nicht möglichst viele Daten anhäufen, sondern relevante Informationen sammeln, vergleichen und in einen nachvollziehbaren Zusammenhang bringen.
Eine Konkurrenzanalyse richtet den Blick vor allem auf andere Anbieter.
Eine Marktanalyse betrachtet das Umfeld breiter und untersucht beispielsweise zusätzlich:
In der Praxis überschneiden sich beide Untersuchungen. Eine solide Marktforschung liefert deshalb häufig wichtige Informationen für die spätere Wettbewerbsanalyse.
Ein häufiger Fehler besteht darin, nur Unternehmen zu betrachten, die nahezu identische Produkte anbieten.
Das Wettbewerbsumfeld ist meist größer.
Direkte Konkurrenten bedienen im Kern dieselben Kunden mit einem vergleichbaren Produkt oder einer vergleichbaren Dienstleistung.
Bei regional geprägten Märkten agieren sie häufig auch in derselben Region. Bei digitalen Geschäftsmodellen spielt eine geografische Grenze dagegen oft eine geringere Rolle.
Beispiel:
Zwei regionale Sicherheitsunternehmen bieten Firmenkunden vergleichbare technische Sicherheitslösungen und sprechen dieselbe Zielgruppe an.
Indirekte Konkurrenz erfüllt dasselbe oder ein ähnliches Kundenbedürfnis mit einer anderen Lösung.
Ein indirekter Wettbewerber muss daher weder dasselbe Produkt herstellen noch aus derselben klassischen Branche stammen.
Beispiel:
Ein Hersteller verkauft eine klassische Softwarelösung. Ein anderer Anbieter löst dasselbe Kundenproblem über einen vollständig webbasierten Service.
Gerade größere Anbieter können aufgrund von Skaleneffekten mit einem anderen Preis-Leistungs-Verhältnis auftreten.
Auch Unternehmen, die heute noch einen angrenzenden Markt bedienen, können später in eine attraktive Nische eindringen.
Deshalb gehören indirekte Wettbewerber ebenso zur Konkurrenzlandschaft wie unmittelbare Konkurrenten.
In einem größeren Markt ist es selten sinnvoll, jedes Unternehmen mit derselben Tiefe zu untersuchen.
Für eine vertiefte Konkurrenzanalyse eignet sich häufig eine Auswahl von drei bis fünf besonders relevanten Mitbewerbern.
Das ist keine feste Regel, sondern ein praktikabler Ausgangspunkt.
Marktführer erhalten naturgemäß viel Aufmerksamkeit. Für eine vorausschauende Konkurrenzbeobachtung sind aber auch kleine Nischenanbieter und Start-ups interessant.
Gerade neue Gründer testen häufig Geschäftsmodelle, Produkte oder Vertriebskanäle, die etablierte Unternehmen bislang nicht nutzen.
Ein heute kleiner Anbieter kann deshalb Hinweise auf eine spätere Veränderung der Wettbewerbssituation liefern.
Eine Konkurrenzanalyse soll nicht lediglich beschreiben, was andere Unternehmen tun.
Für das eigene Unternehmen geht es darum, aus der Auswertung Erkenntnisse für die weitere Planung abzuleiten.
Typische Ziele sind:
Eine effektive Konkurrenzanalyse unterstützt datenbasierte Strategien.
Sie beantwortet beispielsweise nicht nur die Frage, ob ein Konkurrent „günstig“ ist, sondern untersucht konkret Preise, Leistungsumfang, Lieferbedingungen und das tatsächliche Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das schafft eine sachlichere Grundlage für Entscheidungen, die den eigenen Unternehmenserfolg beeinflussen.
Ein klar definierter Zielrahmen hilft dabei, nur solche Informationen zu sammeln, die für die Fragestellung tatsächlich benötigt werden.
Je nach Auftrag kommen insbesondere diese Analysebereiche infrage:
Nicht für jede Konkurrenzanalyse werden alle Bereiche benötigt.
Ein Preisvergleich erfordert beispielsweise eine andere Durchführung als die Untersuchung technologischer Entwicklungen.
Die Markt- und Wettbewerbsposition eines Konkurrenten gehört zu den zentralen Analysefeldern.
Dabei interessieren Fragen wie:
Gerade bei privat gehaltenen Unternehmen liegen genaue Marktanteile oft nicht öffentlich vor.
Umsatz, Mitarbeiterzahl, Zahl der Standorte oder Online-Präsenz können Hinweise geben. Sie ersetzen aber keine zuverlässige Marktanteilsberechnung.
Wo keine verlässliche Zahl vorhanden ist, sollte eine Konkurrenzanalyse dies offen benennen.
Die Analyse von Wettbewerbsprodukten zeigt, wodurch sich Angebote tatsächlich voneinander unterscheiden.
Verglichen werden können beispielsweise:
Ein günstiger Wettbewerber ist nicht automatisch attraktiver.
Für den Vergleich bietet sich deshalb häufig das Preis-Leistungs-Verhältnis an.
Ein Produkt kann teurer sein und trotzdem durch längere Garantie, bessere Ausstattung oder stärkeren Service überzeugen.
Bei öffentlich angebotenen Produkten kann ein regulärer Testkauf zusätzliche Informationen liefern.
So lässt sich feststellen, ob Produktbeschreibung, Lieferzeit und tatsächlicher Lieferumfang übereinstimmen.
Marketing zeigt, wie sich ein Unternehmen im Markt präsentieren möchte.
Eine Wettbewerbsanalyse sollte deshalb nicht nur Produkte und Preise betrachten, sondern auch die Kommunikationsstrategie.
Interessant ist nicht nur, wo ein Konkurrent wirbt, sondern auch:
Wer Marketingaktivitäten über längere Zeit beobachtet, erkennt mitunter Muster.
Häufen sich plötzlich Kampagnen für einen bestimmten Teilbereich oder eine neue Zielgruppe, kann dies auf eine veränderte Marktstrategie hinweisen.
Die digitale Präsenz liefert heute zahlreiche Hinweise auf Positionierung und Entwicklung eines Unternehmens.
Dazu zählen:
Neue Leistungsseiten, veränderte Produktgruppen oder neue Länder- und Sprachversionen können auf eine Erweiterung des Geschäfts hindeuten.
Öffentliche Social-Media-Kanäle geben beispielsweise Einblick in:
Ein einzelner Beitrag sollte allerdings nicht überinterpretiert werden. Aussagekräftiger ist eine längerfristige Auswertung mehrerer Quellen.
Kundenfeedback zeigt, welche Eigenschaften eines Wettbewerbers von dessen Kunden positiv oder negativ wahrgenommen werden.
Bewertungen, öffentliche Erfahrungsberichte und eigene Testkontakte können Hinweise auf Stärken und Schwächen geben.
Die Customer Experience Analyse betrachtet den gesamten Kontakt eines Kunden mit dem Wettbewerber.
Dazu gehören beispielsweise:
Ein Testkauf oder Mystery Shopping liefert dabei eine andere Perspektive als eine reine Online-Recherche.
Einzelne positive oder negative Bewertungen geben kein vollständiges Bild.
Interessanter sind wiederkehrende Themen. Wenn zahlreiche Kunden unabhängig voneinander dieselbe Stärke oder Schwäche ansprechen, sollte dieser Punkt näher geprüft werden.
Soweit öffentlich verfügbar, gehören Finanzdaten zu einer umfassenden Wettbewerbsanalyse.
Interessant sind beispielsweise:
Die Zahlen sollten immer im Branchen- und Zeitvergleich betrachtet werden.
Ein Umsatzanstieg zeigt zunächst eine Entwicklung. Er erklärt nicht automatisch deren Ursache.
Neue Produkte, Preiserhöhungen, Übernahmen, geografische Expansion oder andere Faktoren können dahinterstehen.
Deshalb sollte die finanzielle Auskunft mit weiteren Quellen kombiniert werden.
Innovationskraft ist ein wichtiger Hinweis darauf, wie gut ein Unternehmen auf technologische und marktbezogene Veränderungen reagieren kann.
Mögliche Anhaltspunkte sind:
Ein Unternehmen mit hoher Innovationsaktivität ist nicht automatisch wirtschaftlich erfolgreicher. Sie kann jedoch die Wettbewerbsposition stärken und sollte deshalb bei der Analyse berücksichtigt werden.
Ein großer Teil wirtschaftlich interessanter Informationen ist öffentlich zugänglich.
Mögliche Quellen sind:
Eine einzelne Information liefert oft nur einen Ausschnitt.
Eine neue Stellenanzeige für Softwareentwickler beweist beispielsweise noch kein neues Produkt.
Tauchen parallel eine passende Patentanmeldung, eine neue Produktbezeichnung und erste Marketingaktivitäten auf, entsteht ein wesentlich aussagekräftigeres Muster.
Das Unternehmensregister liefert rechtlich veröffentlichte Informationen zu deutschen Unternehmen.
Je nach Gesellschaft stehen dort unter anderem zur Verfügung:
Damit lässt sich beispielsweise die Organisationsstruktur eines Wettbewerbers besser nachvollziehen.
Neue Tochtergesellschaften, Geschäftsführerwechsel, Sitzverlegungen oder Umfirmierungen können Hinweise auf strategische Veränderungen geben.
Solche Registerinformationen sollten jedoch nicht isoliert interpretiert werden.
Öffentlich zugängliche Schutzrechtsregister sind für die Konkurrenzbeobachtung besonders interessant.
Patentveröffentlichungen können Hinweise auf technische Entwicklungsrichtungen liefern.
Markenanmeldungen zeigen möglicherweise:
Eine Anmeldung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass das Produkt später tatsächlich auf den Markt kommt.
Die SWOT-Analyse gehört zu den bekanntesten Methoden der strategischen Unternehmensanalyse.
SWOT steht für:
Bei Wettbewerbern lassen sich beispielsweise folgende Punkte gegenüberstellen:
Mögliche Stärken
Mögliche Schwächen
Die Vorlage ist nur so gut wie die verwendeten Informationen.
Eine vermeintliche Schwäche sollte deshalb auf einer nachvollziehbaren Auswertung beruhen und nicht lediglich auf der persönlichen Einschätzung eines Vertriebsmitarbeiters.
Benchmarking vergleicht Unternehmen oder Produkte anhand festgelegter Kennzahlen und Kriterien.
Mögliche Benchmarks sind:
Ein Vergleich funktioniert nur, wenn dieselben Maßstäbe auf alle untersuchten Anbieter angewendet werden.
Wer bei einem Konkurrenten den Listenpreis und bei einem anderen einen zeitlich begrenzten Rabattpreis verwendet, erzeugt ein verzerrtes Ergebnis.
Competitive Intelligence beschreibt die strukturierte und rechtmäßige Gewinnung, Auswertung und Nutzung von Informationen über Wettbewerber und das Marktumfeld.
Dazu gehören beispielsweise:
Der Nutzen von Competitive Intelligence liegt weniger in einer einzelnen Information als in der fortlaufenden Verbindung verschiedener Datenpunkte.
Beispiel:
Ein Wettbewerber meldet eine neue Marke an, sucht gleichzeitig Vertriebspersonal in einer bislang nicht bearbeiteten Region und veröffentlicht wenig später eine neue Länderseite.
Jede Information für sich besitzt nur begrenzte Aussagekraft. Gemeinsam können sie auf eine geografische Expansion hinweisen.
Der Begriff bezeichnet gerade keine heimliche rechtswidrige Informationsbeschaffung.
Professionelle Competitive Intelligence bewegt sich innerhalb rechtlich zugänglicher Informationsquellen.
Ein Testkauf ermöglicht eine praktische Überprüfung öffentlich angebotener Produkte und Dienstleistungen.
Dabei lassen sich beispielsweise feststellen:
Ein Testkunde erlebt den Anbieter aus derselben Perspektive wie ein tatsächlicher Kunde.
So können öffentlich beworbene Leistungsversprechen mit dem realen Ablauf verglichen werden.
Geht es stärker um Service und Beratung, überschneidet sich diese Methode mit dem
Mystery Shopping.
§ 3 GeschGehG erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen das Beobachten, Untersuchen, Rückbauen oder Testen eines Produkts oder Gegenstands, wenn dieser öffentlich verfügbar gemacht wurde oder sich rechtmäßig im Besitz des Untersuchenden befindet.
Dieses sogenannte Reverse Engineering ist deshalb nicht automatisch Wirtschaftsspionage.
Bestehen Geheimhaltungsvereinbarungen, wirksame Nutzungsbeschränkungen oder andere vertragliche Regelungen, müssen diese in die Prüfung einbezogen werden.
Ein regulär gekauftes Konkurrenzprodukt zu untersuchen unterscheidet sich grundlegend davon, interne Prototypen, technische Zeichnungen oder vertrauliche Dateien ohne Erlaubnis zu beschaffen.
Viele Teile einer Wettbewerbsanalyse erledigen Marketing, Vertrieb, Unternehmensentwicklung oder Marktforschung intern.
Eine Wirtschaftsdetektei bietet sich vor allem dort an, wo zusätzliche Recherche, unabhängige Überprüfung oder praktische Feststellungen gefragt sind.
Wirtschaftsermittler können Informationen aus verschiedenen Quellen zusammenführen und zu Unternehmen, Personen, Beteiligungen, Produkten und geschäftlichen Aktivitäten strukturieren.
Wo eine reine Webseitenanalyse nicht genügt, kann ein tatsächlicher Kauf- oder Beratungsvorgang dokumentiert werden.
Bei einer rechtlich zulässigen und konkret definierten Fragestellung kann auch eine
Observation
relevante öffentlich sichtbare Vorgänge dokumentieren.
Bestehen Hinweise auf Produktpiraterie, unerlaubte Konkurrenztätigkeit, Markenverletzungen oder Geheimnisverrat, verlässt die Aufgabe den Bereich der allgemeinen Konkurrenzanalyse.
Dann steht eine konkrete
Wirtschaftsermittlung
im Vordergrund.
Ein Wettbewerber darf analysiert werden. Daraus entsteht aber kein Recht auf Zugriff auf seine internen Schutzbereiche.
Zu einer seriösen Konkurrenzanalyse gehören deshalb nicht:
§ 2 GeschGehG beschreibt die Voraussetzungen eines Geschäftsgeheimnisses.
Dazu können je nach Sachverhalt beispielsweise gehören:
§ 4 GeschGehG verbietet unter anderem bestimmte Formen der unbefugten Erlangung, Nutzung und Offenlegung.
Die Grenze hängt vor allem davon ab, wie eine Information erlangt wurde und ob sie rechtlich geschützt ist.
Zulässige Konkurrenzanalyse
Keine zulässige Konkurrenzanalyse
§ 23 GeschGehG sieht für bestimmte vorsätzliche Verletzungen von Geschäftsgeheimnissen auch strafrechtliche Folgen vor.
Wechselt ein Mitarbeiter zu einem Konkurrenzunternehmen, darf er seine allgemeine Berufserfahrung und sein persönliches Fachwissen selbstverständlich weiter nutzen.
Etwas anderes gilt für geschützte Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Unterlagen.
Problematisch können beispielsweise mitgenommene:
sein.
Besteht ein konkreter Verdacht gegen einen ehemaligen Mitarbeiter, geht es nicht mehr um eine normale Konkurrenzanalyse.
Mehr dazu:
Verstoß gegen Wettbewerbsverbot nachweisen.
Eine Wettbewerbsanalyse ist keine einmalige Aufgabe.
Produkte, Preise, Marktteilnehmer, Kundenbedürfnisse und Marketingstrategien verändern sich.
Als Grundrhythmus bietet sich für viele Unternehmen eine Überprüfung mindestens einmal jährlich an.
In schnelllebigen Branchen reicht eine jährliche Analyse unter Umständen nicht aus.
Kürzere Abstände sind sinnvoll, wenn:
Nicht jeder Analysebereich muss täglich neu untersucht werden.
Bestimmte Signale lassen sich aber fortlaufend beobachten, beispielsweise:
So werden Marktveränderungen schneller sichtbar, ohne jedes Mal eine vollständige Analyse neu aufzubauen.
Für die Durchführung einer Konkurrenzanalyse hilft eine feste Struktur.
Ziel definieren
Festlegen, welche Frage beantwortet werden soll: Preis, Marktposition, Produkt, Vertrieb, Innovation oder ein anderer Teilbereich.
Konkurrenz bestimmen
Direkte und indirekte Wettbewerber erfassen und drei bis fünf besonders relevante Anbieter für die vertiefte Analyse auswählen.
Kriterien festlegen
Zum Beispiel Marktanteil, Preis, Produktmerkmale, Marketing, Vertrieb, Customer Experience oder finanzielle Entwicklung.
Informationen sammeln
Register, Datenbanken, Webseiten, Social Media, Schutzrechte, Presse, Produkte und weitere rechtmäßig zugängliche Quellen auswerten.
Vergleichen und auswerten
SWOT-Analyse, Benchmarking oder andere geeignete Methoden nutzen und Tatsachen von Bewertungen trennen.
Maßnahmen ableiten
Wettbewerbsvorteile, Risiken, Verbesserungspotenziale und mögliche strategische Schritte für das eigene Unternehmen festhalten.
Die größte Herausforderung besteht oft nicht darin, Informationen zu finden, sondern deren Qualität richtig einzuschätzen.
Privatunternehmen veröffentlichen nicht dieselben Informationen wie börsennotierte Konzerne.
Fehlende Daten dürfen nicht durch vermeintlich genaue Schätzungen ersetzt werden.
Preise, Mitarbeiter, Produkte und Standorte verändern sich. Jede zeitabhängige Information sollte deshalb mit ihrem Erhebungszeitpunkt betrachtet werden.
Unternehmen präsentieren sich in ihrer eigenen Kommunikation naturgemäß positiv.
Werbeaussagen sollten deshalb, soweit möglich, mit unabhängigen Quellen, tatsächlichen Produktdaten oder Testkäufen abgeglichen werden.
Eine Konkurrenzanalyse verliert an Nutzen, wenn hunderte Datenpunkte gesammelt werden, ohne Bezug zum ursprünglichen Ziel.
Der definierte Zielrahmen hilft dabei, die Recherche auf relevante Informationen zu beschränken.
Eine andere Situation liegt vor, wenn Anhaltspunkte bestehen, dass ein Wettbewerber unbefugt auf vertrauliches Know-how zugreift.
Hinweise können beispielsweise sein:
Nicht jede Informationspanne bedeutet automatisch Werksspionage.
Ebenso kommen Fehlversand, falsche Zugriffsrechte, kompromittierte IT oder menschliche Fehler infrage.
Weitere Informationen:
Werksspionage und Betriebsspionage.
Besteht ein konkreter Verdacht auf unerlaubte Abhörtechnik, gehört dies nicht mehr zur Konkurrenzanalyse.
Eine
Lauschabwehr
prüft Büros, Konferenzräume oder Fahrzeuge auf Hinweise auf technische Überwachung.
Eine Konkurrenzanalyse untersucht systematisch Wettbewerber, deren Marktposition, Produkte, Preise, Marketingstrategien, Vertrieb, öffentlich erkennbare Aktivitäten sowie Stärken und Schwächen. Die Auswertung dient als Grundlage für die eigene Unternehmensplanung.
Direkte Wettbewerber bieten vergleichbare Produkte oder Dienstleistungen für ähnliche Zielgruppen an. Indirekte Wettbewerber erfüllen dasselbe oder ein ähnliches Kundenbedürfnis mit einer anderen Lösung und können deshalb ebenfalls Einfluss auf die Wettbewerbssituation haben.
Die Zahl richtet sich nach Markt und Fragestellung. Für eine vertiefte Analyse sind drei bis fünf besonders relevante Mitbewerber häufig ein praktikabler Ausgangspunkt. Zusätzlich sollten neue Start-ups, Nischenanbieter und indirekte Wettbewerber beobachtet werden.
Zu den verbreiteten Methoden gehören SWOT-Analyse, Benchmarking, Produkt- und Preisvergleich, Customer Experience Analyse, Auswertung von Markt- und Finanzdaten sowie Competitive Intelligence mit Medienmonitoring und Datenbankrecherchen.
Für viele Unternehmen bietet sich eine umfassende Überprüfung mindestens einmal jährlich an. In dynamischen Märkten mit kurzen Produktzyklen, vielen Start-ups oder starken Preisveränderungen sollte die Konkurrenzbeobachtung häufiger erfolgen.
Die SWOT-Analyse stellt Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken strukturiert gegenüber. Im Rahmen einer Wettbewerbsanalyse hilft sie, Unterschiede zwischen dem eigenen Unternehmen und wichtigen Konkurrenten sichtbar zu machen.
Benchmarking vergleicht Unternehmen anhand festgelegter und möglichst messbarer Kriterien wie Preis, Lieferzeit, Produktumfang, Service oder Marktpräsenz. Für einen aussagekräftigen Vergleich sollten bei allen Wettbewerbern dieselben Kriterien verwendet werden.
Competitive Intelligence ist die strukturierte und rechtmäßige Sammlung und Auswertung von Informationen über Wettbewerber und das Marktumfeld. Dazu gehören beispielsweise Medienmonitoring, Datenbankanalysen, Registerrecherchen sowie die Beobachtung von Produkten, Preisen und öffentlich sichtbaren Unternehmensaktivitäten.
Ja. Unternehmen dürfen Wettbewerber und öffentlich zugängliche Marktinformationen analysieren. Grenzen setzen unter anderem das Geschäftsgeheimnisgesetz, das UWG, Datenschutzrecht und weitere Vorschriften. Unbefugter Zugriff auf geschützte interne Informationen gehört nicht zu einer zulässigen Konkurrenzanalyse.
Typische Quellen sind Unternehmens- und Handelsregister, Jahresabschlüsse, Webseiten, öffentliche Social-Media-Kanäle, Produktangebote, Pressemitteilungen, Messeauftritte sowie Patent-, Marken- und Designregister. Personenbezogene Daten unterliegen zusätzlichen rechtlichen Anforderungen.
Ein regulärer Kauf öffentlich angebotener Waren oder Dienstleistungen ist eine mögliche Methode der Konkurrenzanalyse. Ein Testkauf darf jedoch nicht dazu dienen, sich unbefugt Zugang zu internen Bereichen, Systemen oder Geschäftsgeheimnissen zu verschaffen.
Ja. Eine Wirtschaftsdetektei kann öffentlich zugängliche Unternehmensinformationen recherchieren, Quellen zusammenführen, Testkäufe durchführen und bei einer klar definierten Fragestellung weitere rechtlich zulässige Feststellungen treffen.
Eine Konkurrenzanalyse arbeitet mit rechtmäßig zugänglichen Informationen und zulässigen Untersuchungsmethoden. Die rechtswidrige Erlangung von Geschäftsgeheimnissen durch Hacking, Diebstahl, Abhören oder andere unbefugte Methoden überschreitet diese Grenze.
Konkrete Verdachtsfälle, Wettbewerbsverstöße und wirtschaftliche Sachverhalte untersuchen.
Informationsabfluss und mögliche rechtswidrige Beschaffung internen Know-hows untersuchen.
Teilen Sie uns mit, welche Frage Sie beantworten möchten und welche Informationen bereits vorliegen. Wir prüfen, welche Quellen, Register, Datenbanken, Testkäufe oder weiteren rechtlich zulässigen Rechercheschritte zur Aufgabe passen. Geht es um einen konkreten Wettbewerbsverstoß oder den Verdacht auf Wirtschaftsspionage, grenzen wir den Ermittlungsauftrag entsprechend ein.
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Wir sind seit drei Generationen Mitglied in der World Association of Detectives, dem größten Detektiv-Verband der Welt. Im Weltverband stellen wir einen Board Member als Director der WAD.
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