Ein professioneller Lügendetektortest, auch Polygraphentest genannt, untersucht körperliche Reaktionen während einer standardisierten Befragung. Der Polygraph misst unter anderem Atmung, Herz-Kreislauf-Aktivität und Hautleitwert. Er erkennt jedoch keine Lüge unmittelbar und bezeichnet einen Menschen nicht automatisch als Lügner.
Ein privater Lügendetektortest, der bei uns durchgeführt wird, kostet inklusive des Gutachtens 1.500,00 € netto beziehungsweise 1.785,00 € inklusive 19 % Umsatzsteuer, sofern kein zusätzlicher Aufwand entsteht. Termine organisieren wir zudem nach vorheriger Absprache in Deutschland, darunter auch im Raum Berlin, sowie in Österreich und der Schweiz.
Geeignet sind klar eingegrenzte Tatsachenfragen, die sich eindeutig beantworten lassen. Die Testperson muss volljährig sein, freiwillig teilnehmen und sämtliche Fragen verstehen. Vor dem Test erfolgt ein ausführliches Vorgespräch; die eigentliche Messung findet persönlich mit einem geschulten Polygraph Examiner statt.
Wenn zwei Menschen zu einem konkreten Ereignis völlig unterschiedliche Angaben machen, bleibt manchmal Aussage gegen Aussage. Das betrifft Privatpersonen ebenso wie Unternehmen. Ein verschwundener Geldbetrag, ein bestimmtes Treffen, ein behaupteter Kontakt oder ein konkretes Alibi lassen sich mitunter nicht mehr auf andere Weise überprüfen.
Ein Lügendetektortest bietet in solchen Fällen eine zusätzliche Methode zur persönlichen Klärung. Sein Wert hängt jedoch stark von der Fragestellung, der Vorbereitung, der Messtechnik, den Untersuchungsbedingungen und der Erfahrung des Prüfers ab.
Ein Polygraph liest weder Gedanken noch erkennt er anhand von Gesten oder einem bestimmten Blick eine Lüge. Gemessen werden körperliche Reaktionen des Probanden. Erst der Vergleich dieser Messdaten innerhalb eines standardisierten Testverfahrens erlaubt dem Examiner eine fachliche Auswertung.
Lügendetektortest privat
Möglich bei einer klar eingegrenzten Tatsachenfrage und freiwilliger Zustimmung der volljährigen Testperson.
Lügendetektortest Kosten
Grundsätzlich 1.500,00 € netto beziehungsweise 1.785,00 € brutto, sofern kein zusätzlicher Aufwand entsteht.
Lügendetektortest in der Nähe
Termine koordinieren wir deutschlandweit sowie nach Vereinbarung in Österreich und der Schweiz.
Kein Online-Lügentest
Webcam, Stimme oder Smartphone ersetzen keine persönliche Polygraphenmessung mit körperlich angebrachten Sensoren.
Ist Ihre konkrete Frage für einen Lügendetektortest geeignet?
Schildern Sie uns den Sachverhalt zunächst telefonisch oder über das Kontaktformular. Wir prüfen vor einer Beauftragung, ob sich die Streitfrage für einen seriösen Polygraphentest eignet und welche Fragen überhaupt testfähig sind.
Ein privater Lügendetektortest kommt in Betracht, wenn Aussagen zu einem konkreten Ereignis einander widersprechen und andere Erkenntnismöglichkeiten ausgeschöpft oder nicht vorhanden sind.
Entscheidend ist die Art der Frage. Ein allgemeines Gefühl von Misstrauen lässt sich nicht messen. Ein klar bestimmtes Verhalten innerhalb eines festgelegten Zeitraums lässt sich dagegen wesentlich besser in ein geeignetes Testformat übertragen.
Eine konkrete Frage zu einem bestimmten Treffen, sexuellen Kontakt oder klar bezeichneten Zeitraum soll geklärt werden.
Ein eindeutig eingegrenzter Geld- oder Sachverlust im privaten oder betrieblichen Umfeld soll überprüft werden.
Zwei Darstellungen stehen einander gegenüber und andere Beweismöglichkeiten fehlen.
Eine Person möchte eine eindeutig formulierte Behauptung zu einem bestimmten Vorgang überprüfen lassen. Der Test ersetzt dabei keinen gerichtlichen Alibibeweis.
Wichtig: Ein Lügendetektortest ersetzt weder ein offenes Gespräch noch Beratung, Therapie oder andere Beweise. Er liefert eine zusätzliche fachliche Einschätzung zu einer klar eingegrenzten Tatsachenfrage.
Ungeeignet sind Fragen wie „Liebst du mich noch?“, „Bist du ein Lügner?“ oder „Kann ich dir vertrauen?“. Gefühle, Motive und allgemeine Charaktereigenschaften lassen sich nicht sinnvoll mit einem Polygraphen prüfen.
Preis für einen professionellen Lügendetektortest
1.500,00 € netto
1.785,00 € inklusive 19 % Umsatzsteuer
Im Preis enthalten sind in der Regel:
Der konkrete Gesamtpreis richtet sich zusätzlich nach Testort, Komplexität und vereinbarten Zusatzleistungen. Bei einem Termin außerhalb des vorgesehenen Einsatzortes entstehen gegebenenfalls Reise- oder Raumkosten.
Vor einer verbindlichen Beauftragung informieren wir Sie über die voraussichtlichen Kosten.
Hinter dem umgangssprachlichen Begriff Lügendetektor steht die psychophysiologische Polygraphie. Ein moderner Polygraph ist ein Messsystem, das mehrere körperliche Reaktionen gleichzeitig aufzeichnet.
Heute erfolgt die Aufzeichnung meist computergestützt. Sensoren liefern Messdaten an das Polygraphensystem, die Software stellt die verschiedenen physiologischen Verläufe für den Examiner dar. Der Computer entscheidet jedoch nicht selbstständig darüber, ob ein Mensch lügt.
Eine Manschette oder vergleichbare Sensorik zeichnet Veränderungen der Herz-Kreislauf-Aktivität auf. Dazu gehören relative Veränderungen von Puls und Blutdruck während der Befragung.
Sensoren im Brust- und Bauchbereich erfassen Veränderungen von Atemfrequenz und Atemtiefe.
Elektroden an den Fingern erfassen Veränderungen der elektrodermalen Aktivität beziehungsweise Schweißdrüsenaktivität.
Die einzelnen Messkanäle werden synchron aufgezeichnet. Der Examiner bewertet die Reaktionen im Vergleich der festgelegten Fragen und nach dem verwendeten Testverfahren.
Aufregung bedeutet nicht automatisch Lüge: Nervosität, Anspannung oder ein erhöhter Herzschlag sind normale körperliche Reaktionen. Aussagekraft entsteht erst durch das strukturierte Testverfahren und den Vergleich der Reaktionen. Ein einzelner Ausschlag beweist für sich genommen nichts.
Vereinfacht wird manchmal von einer „Baseline“ oder einem Normalzustand gesprochen. Fachlich geht es jedoch nicht darum, einen universellen Normalwert eines Menschen festzulegen.
Der Examiner benötigt vielmehr eine geeignete Vergleichsbasis innerhalb der Untersuchung. Reaktionen auf relevante Fragen werden im Rahmen des verwendeten Testverfahrens mit anderen definierten Fragen und Messabschnitten verglichen.
Deshalb lässt sich beispielsweise ein erhöhter Puls nicht isoliert als Hinweis auf Täuschung interpretieren.
Die Fragen werden vor der eigentlichen Messung mit der Testperson vollständig besprochen. Überraschungsfragen gehören nicht zu einer seriösen Untersuchung.
Relevante Testfragen sind üblicherweise so formuliert, dass der Proband sie klar mit Ja oder Nein beantworten kann.
„Haben Sie am 12. Mai das Bargeld aus der bezeichneten Kasse genommen?“
„Sind Sie generell ein ehrlicher Mensch?“
Der konkrete Wortlaut hängt vom Sachverhalt und vom gewählten Testverfahren ab. Mehrere Themen gleichzeitig in eine Frage zu packen erschwert eine eindeutige Auswertung.
Vor jedem Test prüfen wir, ob Person, Fragestellung und Rahmenbedingungen für das Verfahren geeignet sind.
Die Testperson muss ohne Zwang und nach vorheriger Aufklärung zustimmen.
Wir testen ausschließlich volljährige Personen.
Das Thema muss auf ein bestimmtes Ereignis oder Verhalten eingegrenzt werden.
Der Proband muss sämtliche Fragen, Details des Verfahrens und die Aufklärung vollständig verstehen.
Von einem Test ist insbesondere abzusehen, wenn keine freiwillige Zustimmung besteht, die Streitfrage nicht eindeutig formuliert werden kann oder gesundheitliche beziehungsweise psychische Umstände die Untersuchung wesentlich beeinträchtigen könnten.
Ein Polygraphentest besteht aus wesentlich mehr als dem Anschließen einiger Messgeräte. Vorbereitung und Vorgespräch bilden einen wichtigen Teil der Untersuchung.
Ein vollständiger Termin einschließlich Vorbereitung, Messung und Ergebnisgespräch dauert üblicherweise etwa drei bis vier Stunden. Der tatsächliche Zeitbedarf richtet sich nach dem Einzelfall.
Die Frage nach der Genauigkeit eines Lügendetektors lässt sich nicht seriös mit einer einzigen Prozentzahl für jeden Test beantworten.
Die Aussagekraft hängt unter anderem von der verwendeten Methode, der konkreten Fragestellung, den Testbedingungen, dem Probanden, der Qualität der Messtechnik und der Ausbildung des Examiners ab.
Die aufgezeichneten Reaktionen ergeben nach dem eingesetzten Testverfahren keinen entsprechenden Hinweis.
Die ausgewerteten Messdaten zeigen im verwendeten Verfahren auffällige Reaktionen bei den relevanten Fragen.
Die Daten erlauben keine ausreichend klare Einordnung. Ein seriöses Verfahren muss auch dieses Ergebnis zulassen.
Keine hundertprozentige Sicherheit: Falsch-positive, falsch-negative und nicht eindeutig auswertbare Ergebnisse lassen sich nicht vollständig ausschließen. Ein verantwortungsvoller Anbieter verspricht deshalb weder absolute Gewissheit noch für jeden Menschen und jede Fragestellung dieselbe Trefferquote.
Nervosität ist bei einem Lügendetektortest normal. Fast jeder Mensch empfindet in einer solchen Situation eine gewisse Anspannung.
Der Examiner bewertet deshalb nicht einfach, ob Herzschlag, Blutdruck oder Hautleitfähigkeit erhöht sind. Relevant sind die Reaktionsmuster innerhalb des strukturierten Vergleichs der verschiedenen Fragen.
Psychische oder gesundheitliche Besonderheiten, Medikamente und andere Einflüsse sollten vor der Untersuchung angesprochen werden, weil sie die Messung oder Auswertbarkeit beeinflussen können.
Versuche, Atmung oder andere körperliche Reaktionen gezielt zu verändern, können ungewöhnliche oder nicht auswertbare Messverläufe hervorrufen. Der Examiner achtet während des Tests auf Auffälligkeiten.
Eine Garantie, dass jeder Beeinflussungsversuch erkannt wird, wäre dennoch unseriös. Auch diese Möglichkeit gehört zu den Grenzen der Methode.
Die American Polygraph Association (APA) ist ein international bekannter Berufsverband im Bereich der Polygraphie. Sie veröffentlicht unter anderem Standards of Practice und fachliche Informationen über Polygraphentechnik und Untersuchungsverfahren.
Die APA beschreibt den Polygraphen als Instrument, das mehrere physiologische Systeme gleichzeitig erfasst. Dazu gehören insbesondere Atmung, elektrodermale Aktivität und Herz-Kreislauf-Aktivität.
Internationale Fachstandards ändern allerdings nichts an der rechtlichen Bewertung in Deutschland. Ein professionell durchgeführter privater Test wird dadurch nicht automatisch zu einem gerichtlich anerkannten Wahrheitsbeweis.
Ein echter Polygraphentest lässt sich nicht vollständig online durchführen. Für die eigentliche Messung müssen mehrere Sensoren unmittelbar am Körper des Probanden angebracht werden.
Ein Videogespräch eignet sich für Teile der Vorbereitung oder organisatorische Details. Die eigentliche Polygraphenmessung erfolgt persönlich.
Ein moderner Polygraph besteht aus Sensoren, Elektronik, Computer und entsprechender Software. Trotzdem macht der Besitz der Technik noch keinen fachgerechten Test.
Für ein verwertbares privates Untersuchungsergebnis sind vor allem folgende Punkte relevant:
Laien laufen Gefahr, normale Aufregung oder zufällige Schwankungen falsch zu interpretieren. Wir vermieten deshalb keine Geräte für selbst durchgeführte Lügentests, sondern bieten vollständig vorbereitete Untersuchungen an.
Die Suchanfrage „Lügendetektortest in der Nähe“ ist verständlich, weil eine Polygraphenuntersuchung persönlich stattfinden muss.
Wir koordinieren Termine nach vorheriger Absprache in ganz Deutschland. Dazu gehören beispielsweise:
Für einen Lügendetektortest in Berlin koordinieren wir nach Terminvereinbarung einen geeigneten Untersuchungsraum und die Durchführung mit dem Prüfer. Die genauen organisatorischen Details und mögliche Zusatzkosten erhalten Sie vor der Beauftragung.
Auch Termine in Österreich und der Schweiz sind nach Absprache möglich.
Die Entfernung allein sollte nicht über die Wahl des Anbieters entscheiden. Entscheidend sind geeignete Testfragen, saubere Vorbereitung, professionelle Messtechnik und ein qualifizierter Examiner.
Auch Unternehmen fragen nach Polygraphentests, beispielsweise nach einem Diebstahl oder einem anderen klar eingegrenzten Vorfall.
Im Arbeitsverhältnis ist die Freiwilligkeit besonders sensibel. Mitarbeiter stehen in einem Abhängigkeitsverhältnis zum Arbeitgeber. Deshalb muss eine Zustimmung tatsächlich freiwillig erfolgen.
Die Ablehnung eines Tests ist kein Beweis für Schuld und darf nicht einfach als Eingeständnis gewertet werden. Ebenso sollte ein Polygraphenergebnis nicht alleinige Grundlage für arbeitsrechtliche Maßnahmen sein.
Für Unternehmen: Vor einem Test von Mitarbeitern empfiehlt sich eine individuelle arbeits- und datenschutzrechtliche Prüfung. Die betroffenen Personen müssen freiwillig teilnehmen.
Die Darstellung aus amerikanischen Filmen und Serien vermittelt oft den Eindruck, Polizei oder Gericht könnten mit einem Lügendetektor zuverlässig feststellen, wer die Wahrheit sagt. Für Deutschland trifft das nicht zu.
Der Bundesgerichtshof hat die polygraphische Untersuchung im Strafverfahren als ungeeignetes Beweismittel eingestuft. Auch ein freiwillig und professionell durchgeführter privater Test beweist vor einem deutschen Strafgericht deshalb nicht verbindlich die Wahrheit einer Aussage.
Wer einen Lügendetektortest im Zusammenhang mit einem laufenden Straf-, Familien-, Arbeits- oder Zivilverfahren erwägt, sollte vorher mit seinem Rechtsanwalt klären, welchen Nutzen das Ergebnis im konkreten Verfahren überhaupt haben könnte.
Rechtlicher Hinweis: Ein privater Polygraphentest ist kein Ersatz für polizeiliche Ermittlungen, Zeugenaussagen, Sachverständigenbeweise oder andere gesetzlich vorgesehene Beweismittel.
Für möglichst kontrollierte Untersuchungsbedingungen sollten Probanden einige Punkte beachten:
Ob gesundheitliche oder psychische Umstände die Durchführung beeinträchtigen, muss im Einzelfall geprüft werden. Medizinische Entscheidungen gehören in die Hände des behandelnden Arztes.
Ein professioneller Lügendetektortest kostet bei uns in der Regel 1.500,00 € netto beziehungsweise 1.785,00 € inklusive 19 % Umsatzsteuer. Zusätzliche Reise-, Raum- oder Sonderkosten können je nach Testort und Aufwand entstehen. Der Gesamtpreis wird vor der Beauftragung transparent mitgeteilt.
Termine sind nach vorheriger Absprache in ganz Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz möglich. Wir unterhalten jedoch nicht an jedem Testort ein eigenes Büro. Der konkrete Ort und mögliche Zusatzkosten werden vorab vereinbart.
Ja, Termine im Raum Berlin können nach vorheriger Vereinbarung organisiert werden. Da wir dort nicht vor Ort mit einem Lügendetektor präsent sind, entstehen Kosten für die Anreise des Prüfers.
Ein privater Test ist grundsätzlich möglich, sofern die volljährige Testperson freiwillig und nach umfassender Aufklärung einwilligt. Zwang, Druck oder die heimliche Durchführung eines Tests sind ausgeschlossen.
Ein vollständiger Polygraphentest kann nicht online stattfinden. Die körperlichen Messgrößen müssen durch unmittelbar angebrachte Sensoren erfasst werden. Apps, Webcam-Tests und reine Stimmanalysen sind nicht mit einer persönlichen Polygraphenuntersuchung gleichzusetzen.
Eine reine Gerätemiete ersetzt keine fachgerechte Untersuchung. Die Auswahl des Testverfahrens, die Fragen, die Rahmenbedingungen und die Auswertung sind für das Ergebnis mindestens ebenso wichtig wie das Messgerät. Wir vermieten deshalb keine Geräte zur eigenständigen Verwendung.
Die Aussagekraft hängt vom Testverfahren, der Fragestellung, der Eignung der Testperson, den Untersuchungsbedingungen und der Qualifikation des Prüfers ab.
Ein Test ist nicht fehlerfrei. Falsch-positive, falsch-negative und nicht eindeutig auswertbare Ergebnisse sind möglich. Deshalb wird keine hundertprozentige Sicherheit zugesagt.
Ein vollständiger Termin einschließlich Aufklärung, Vorbereitung, Messung und Ergebnisgespräch dauert in der Regel etwa drei bis vier Stunden. Der tatsächliche Zeitbedarf hängt vom Einzelfall ab.
Die verwendeten Sensoren werden äußerlich angebracht und verursachen keine Verletzungen. Die Untersuchung kann jedoch emotional belastend sein. Gesundheitliche Besonderheiten und Medikamente sollten deshalb vor dem Termin mitgeteilt werden.
Ein Test kommt insbesondere nicht in Betracht, wenn die Person nicht freiwillig zustimmt, minderjährig ist, die Fragen sprachlich nicht sicher versteht oder gesundheitliche beziehungsweise psychische Umstände einer verlässlichen Durchführung entgegenstehen.
Tests sind grundsätzlich auf Deutsch oder Englisch möglich. Bei anderen Sprachen muss im Einzelfall geklärt werden, ob eine geeignete sprachliche Unterstützung eingesetzt werden kann. Die Testperson muss alle Fragen eindeutig und ohne Missverständnisse verstehen.
Das Ergebnis wird zunächst in einem persönlichen Gespräch erläutert. Auf Wunsch kann zusätzlich ein schriftlicher Kurzbericht vereinbart werden. Art und Umfang der Dokumentation werden vorab abgestimmt.
Ein privat durchgeführter Lügendetektortest ist in Deutschland kein regulär anerkanntes Beweismittel. Der Bundesgerichtshof hat polygraphische Untersuchungen im Strafverfahren als nicht geeignetes Beweismittel eingestuft. In einzelnen Verfahren kann ein privat eingeholtes Ergebnis zwar thematisiert werden; eine allgemeine gerichtliche Anerkennung lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Weitere Informationen finden Sie in der Entscheidung des BGH vom 17. Dezember 1998 – 1 StR 156/98.
Anfragen und Testergebnisse werden vertraulich behandelt. Welche Daten erhoben, gespeichert oder in einem Bericht dokumentiert werden, wird vorab erläutert. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht ohne entsprechende Rechtsgrundlage oder Zustimmung.
Ein Lügendetektortest ist nur eine mögliche Vorgehensweise bei konkreten Zweifeln. Je nach Ausgangslage kommen andere Ermittlungs- oder Beweismöglichkeiten in Betracht.
Fachliche und rechtliche Quellen
American Polygraph Association: Polygraph Frequently Asked Questions
American Polygraph Association: Standards of Practice
Bundesgerichtshof: Polygraphische Untersuchung im Strafverfahren
Sie möchten einen Lügendetektortest machen und haben eine konkrete Frage zu einem bestimmten Ereignis? Schildern Sie uns zunächst vertraulich den Sachverhalt.
Wir prüfen vorab, ob die Fragestellung testfähig ist, besprechen den geeigneten Testort und informieren Sie über Ablauf und voraussichtliche Kosten.
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