Identity Theft bezeichnet den Missbrauch personenbezogener Daten, bei dem sich ein Täter als eine andere Person ausgibt oder deren Identität für eigene Zwecke nutzt. Betroffen sein können Name, Anschrift, Geburtsdatum, Fotos, Ausweisdaten, E-Mail-Konten, Benutzerprofile, Bankdaten oder andere Informationen, mit denen sich eine Person gegenüber Dritten darstellen oder identifizieren lässt.
Der Identitätsmissbrauch reicht vom Fake-Profil in sozialen Netzwerken über Warenbestellungen und Vertragsabschlüsse im fremden Namen bis zur Übernahme bestehender Accounts oder zum Einsatz gestohlener Fotos beim Romance Scamming.
Wer einen Identitätsdiebstahl bemerkt, sollte zuerst den weiteren Schaden begrenzen und gleichzeitig Beweise sichern. Betroffene Konten schützen, Bank oder Zahlungsdienst informieren, falsche Profile melden, verdächtige Vorgänge dokumentieren und bei strafbaren Handlungen Anzeige erstatten gehören zu den wichtigsten ersten Schritten.
Identity Theft ist nur eine Form des Online-Betrugs. Einen breiteren Überblick über Fake-Shops, Phishing, Scamming und weitere Betrugsformen finden Sie in unserem Ratgeber
Betrug im Internet.
Falsche Profile
Name, Fotos und persönliche Angaben werden benutzt, um gegenüber anderen eine fremde Identität vorzutäuschen.
Finanzieller Missbrauch
Täter bestellen Waren, schließen Verträge ab oder nutzen Zahlungs- und Kontodaten auf Kosten des Opfers.
Account-Übernahme
E-Mail-, Social-Media- oder andere Benutzerkonten geraten unter die Kontrolle eines Fremden.
Rufschädigung
Im Namen des Opfers erscheinen Nachrichten, Beiträge oder Profile, die dessen Ansehen beeinträchtigen sollen.
Jemand benutzt Ihren Namen, Ihre Fotos oder eine falsche Identität?
Schildern Sie uns, was bereits bekannt ist und welche Profile, Nachrichten, Kontaktdaten oder anderen Spuren vorliegen. Wir prüfen, welche Ermittlungsansätze für die Identitätsprüfung und weitere Aufklärung sinnvoll sind.
Kostenfreie und vertrauliche Erstberatung.
Identity Theft bedeutet wörtlich „Identitätsdiebstahl“. Der Begriff beschreibt Vorgänge, bei denen Informationen einer realen Person benutzt werden, um gegenüber anderen unter deren Identität aufzutreten.
Dafür genügt je nach Vorgehensweise bereits eine Kombination aus:
Dass persönliche Daten in die Hände eines Fremden gelangen, bedeutet noch nicht automatisch, dass dieser die Identität bereits benutzt hat.
Für Betroffene ist diese Unterscheidung praktisch wichtig:
Datendiebstahl
Persönliche Daten oder Zugangsinformationen geraten unbefugt in fremde Hände.
Identitätsmissbrauch
Der Täter verwendet diese Informationen, um im Namen oder unter der Identität des Opfers aufzutreten.
Der Europäische Gerichtshof hat diese Trennung auch im Zusammenhang mit Art. 82 DSGVO aufgegriffen: Von Identitätsdiebstahl spricht er dort, wenn ein Dritter die Identität der betroffenen Person tatsächlich angenommen hat.
Identity Theft ist keine einzelne Betrugsmasche. Die gestohlene oder missbrauchte Identität dient vielmehr als Werkzeug für unterschiedliche Handlungen.
Ein Täter nutzt Name und Anschrift einer anderen Person, bestellt Waren oder schließt einen Vertrag ab. Das Opfer erfährt davon möglicherweise erst durch eine Rechnung, Mahnung oder ein Inkassoschreiben.
Gestohlene Kontodaten, Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Zahlungsdiensten können für unberechtigte Zahlungen oder andere finanzielle Transaktionen eingesetzt werden.
Erhält ein Täter Zugriff auf ein E-Mail- oder Social-Media-Konto, kann er gegenüber Kontakten direkt als dessen Inhaber auftreten.
Das eröffnet weitere Möglichkeiten für Betrug, beispielsweise wenn Freunde oder Familienangehörige unter falschem Namen um Geld gebeten werden.
Betrüger übernehmen Fotos und biografische Angaben einer realen Person und erstellen daraus ein neues Profil.
Diese Methode findet sich beispielsweise beim
Romance Scamming.
Eine fremde Identität lässt sich auch nutzen, um beleidigende, geschäftsschädigende oder andere problematische Inhalte so erscheinen zu lassen, als stammten sie vom Opfer selbst.
Für einen Identitätsmissbrauch benötigen Kriminelle nicht immer einen kompletten Datensatz.
Verschiedene Informationen lassen sich miteinander kombinieren.
Beim Phishing führen gefälschte Nachrichten oder Webseiten dazu, dass das Opfer Zugangsdaten oder andere vertrauliche Informationen selbst eingibt.
Wer Zugriff auf ein E-Mail-Konto erhält, findet dort mitunter Rechnungen, Bestellinformationen, Kontakte und weitere persönliche Daten. Gleichzeitig dient das E-Mail-Konto bei zahlreichen Online-Diensten zur Rücksetzung von Passwörtern.
Auch gestohlene Datenbestände aus angegriffenen Unternehmen gelangen in kriminelle Kreise und lassen sich mit Informationen aus anderen Quellen kombinieren.
Öffentlich sichtbare Profile liefern Namen, Fotos, Arbeitgeber, Wohnregionen, Freundeskreise und andere Informationen.
Nicht jede dieser Angaben ist für sich kritisch. Ihre Kombination erleichtert jedoch den Aufbau einer glaubwürdig wirkenden falschen Identität.
Kopien von Ausweisen, Führerscheinen oder anderen Dokumenten enthalten eine Vielzahl personenbezogener Angaben.
Ausweiskopien sollten deshalb nicht ohne Anlass an unbekannte Personen oder fragwürdige Onlinekontakte geschickt werden.
Viele Betroffene erfahren erst durch einen Folgevorfall vom Missbrauch ihrer Daten.
Hinweise sind beispielsweise:
Nicht jede falsche Rechnung bedeutet automatisch Identity Theft.
Auch Zahlendreher, Adressverwechslungen oder fehlerhafte Zuordnungen sind möglich.
Mehrere zusammenpassende Vorgänge oder eine eindeutig fremde Nutzung eigener Daten verlangen dagegen eine schnelle Reaktion.
Bei einem bereits erkannten Missbrauch laufen Schadensbegrenzung und Beweissicherung parallel.
Beweise sichern
Screenshots, URLs, Benutzernamen, E-Mail-Adressen, Nachrichten, Rechnungen, Zahlungsdaten, Telefonnummern und Zeitpunkte dokumentieren, bevor Profile oder Inhalte verschwinden.
E-Mail- und Hauptkonten schützen
Passwörter von einem vertrauenswürdigen Gerät aus ändern und vorhandene Zwei-Faktor-Authentisierung aktivieren.
Bank und Zahlungsdienste informieren
Bei unbekannten Zahlungen oder kompromittierten Zahlungsdaten unverzüglich Kontakt zu den betroffenen Instituten aufnehmen.
Fake-Profile und Accounts melden
Plattformen über die Identitätskopie informieren und Löschung beziehungsweise Sperrung des missbräuchlichen Profils verlangen.
Unberechtigte Forderungen zurückweisen
Rechnungen oder Inkassoforderungen nicht ignorieren. Dem Absender mitteilen, wenn die Bestellung oder der Vertrag nicht von Ihnen stammt und Identitätsmissbrauch vermutet wird.
Anzeige erstatten
Bei strafbarem Identitätsmissbrauch sollte der Sachverhalt der Polizei gemeldet werden. Die Polizeien der Länder bieten dafür auch Onlinewachen an.
Bonitätsdaten prüfen
Bei finanziell motiviertem Identitätsmissbrauch empfiehlt die Polizeiliche Kriminalprävention auch die Prüfung der eigenen Bonitätsdaten, um unbekannte Verträge oder Anfragen schneller zu entdecken.
Bei laufendem finanziellen Schaden nicht erst auf Ermittlungen warten
Wer unbekannte Kontobewegungen oder einen übernommenen Account feststellt, sollte Bank, Zahlungsdienst oder Plattform sofort informieren. Eine spätere Täterermittlung ersetzt keine unmittelbare Schadensbegrenzung.
Ein Fake-Profil ist eine der sichtbarsten Formen des Identitätsmissbrauchs.
Dabei kopiert der Täter beispielsweise:
und kombiniert diese Angaben mit einem neuen Benutzerkonto.
Vor einer Löschungsaufforderung sollten nach Möglichkeit Beweise gesichert werden:
Danach lässt sich das Profil beim Plattformbetreiber als Identitätsmissbrauch melden.
Wenn das falsche Profil bereits Freunde, Kunden oder andere Kontakte anschreibt, sollte das eigene Umfeld über einen vertrauenswürdigen Kommunikationsweg informiert werden.
So sinkt das Risiko, dass weitere Menschen auf Nachrichten des Täters reagieren.
„Nicknapping“ ist ein älterer Begriff aus der Internetkultur. Er setzt sich aus „Nickname“ und „Kidnapping“ zusammen.
Gemeint ist die unbefugte Verwendung eines bekannten Benutzernamens, Pseudonyms oder Online-Namens, um den Eindruck zu erwecken, hinter einem Account stehe die ursprüngliche Person.
Unter einem übernommenen oder nachgeahmten Namen können beispielsweise:
werden.
Für die rechtliche Bewertung zählt das konkrete Verhalten.
Wer lediglich einen ähnlichen Benutzernamen verwendet, befindet sich in einer anderen Situation als jemand, der sich gezielt als eine reale Person ausgibt, in deren Namen Verträge abschließt oder herabwürdigende Inhalte veröffentlicht.
Die frühere Darstellung, Nicknapping bewege sich allgemein in einer „rechtlichen Grauzone“, ist deshalb zu pauschal.
Beim Romance Scamming begegnen sich Identitätsmissbrauch und Betrug besonders deutlich.
Dabei gibt es zwei verschiedene Opferrollen.
Der Scammer nutzt Fotos und Angaben einer realen Person, erstellt daraus ein falsches Profil und präsentiert diese Identität als die eigene.
Das spätere Betrugsopfer glaubt beispielsweise, mit einem:
zu kommunizieren.
Die Person auf den Fotos weiß in vielen Fällen überhaupt nichts von dem Kontakt.
Im Verlauf eines Romance Scams erhält der Täter möglicherweise Fotos, Ausweiskopien, persönliche Angaben oder andere Informationen des Opfers.
Solche Daten lassen sich später für weitere Täuschungen missbrauchen.
Das ursprüngliche Betrugsopfer kann damit selbst zum Opfer eines zusätzlichen Identitätsmissbrauchs werden.
Bestehen Zweifel an einer Internetbekanntschaft, sollte die behauptete Identität möglichst vor einer Zahlung geprüft werden.
Unsere Detektive untersuchen bei geeigneten Aufträgen unter anderem, ob biografische Angaben, Fotos, berufliche Informationen und der behauptete Aufenthaltsort zusammenpassen.
Mehr dazu:
Romance Scamming erkennen und Identität prüfen.
Besonders schnell sichtbar wird Identity Theft, wenn der fremde Name für Geschäfte verwendet wird.
Betroffene erhalten beispielsweise:
Wer einen Vertrag nicht abgeschlossen hat, sollte einen Identitätsmissbrauch nicht dadurch scheinbar bestätigen, dass eine fremde Forderung kommentarlos bezahlt wird.
Gleichzeitig sollte ein Mahn- oder Inkassoschreiben nicht unbeachtet bleiben.
Bei größeren Forderungen oder rechtlich unklarer Situation empfiehlt sich anwaltliche Beratung.
Tauchen bei verschiedenen Unternehmen innerhalb kurzer Zeit Verträge im eigenen Namen auf, sollte eine gemeinsame Ursache geprüft werden.
Dokumentieren Sie deshalb alle Vorgänge in einer Chronologie.
Die Übernahme eines bestehenden Accounts ist besonders problematisch, weil Nachrichten für Empfänger tatsächlich vom bekannten Konto zu kommen scheinen.
Ein Täter kann dadurch:
Das E-Mail-Konto besitzt bei vielen Online-Diensten eine zentrale Funktion für Passwortänderungen.
Wer noch Zugriff besitzt, sollte deshalb Passwort, Wiederherstellungsoptionen und aktive Sitzungen prüfen und eine Zwei-Faktor-Authentisierung einschalten.
Ist der Zugriff bereits verloren, sollte unverzüglich der Wiederherstellungsprozess des jeweiligen Anbieters genutzt werden.
Nicht jeder Täter sucht einen finanziellen Vorteil.
Manche falschen Profile oder Beiträge sollen die betroffene Person diskreditieren.
Dazu gehören beispielsweise:
Weitere Hinweise zur Dokumentation solcher Vorgänge finden Sie unter
Rufschädigung beweisen.
Wiederholter Identitätsmissbrauch kann Teil einer Nachstellung sein.
§ 238 StGB nennt ausdrücklich die missbräuchliche Verwendung personenbezogener Daten für Bestellungen oder zur Veranlassung von Kontakten durch Dritte.
Die Vorschrift erfasst unter weiteren Voraussetzungen auch Inhalte, die eine Person herabwürdigen und unter Vortäuschung ihrer Urheberschaft veröffentlicht werden.
Mehr dazu:
Stalking und Nachstellung.
Das Strafgesetzbuch enthält keinen einzelnen Straftatbestand mit der Überschrift „Identitätsdiebstahl“.
Welche strafrechtlichen Vorschriften greifen, richtet sich danach, was der Täter konkret getan hat.
Wer unter falscher Identität einen anderen täuscht und dadurch einen Vermögensschaden herbeiführt, kann den Tatbestand des Betrugs erfüllen, sofern die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen.
Bei Manipulationen eines Datenverarbeitungsvorgangs und unbefugter Verwendung von Daten kann § 263a StGB einschlägig sein.
Verschafft sich jemand unbefugt Zugang zu besonders gesicherten Daten und überwindet dafür eine Zugangssicherung, kommt § 202a StGB in Betracht.
Auch die Speicherung oder Veränderung beweiserheblicher Daten zur Täuschung im Rechtsverkehr kann strafrechtliche Bedeutung besitzen.
Wer zur Täuschung im Rechtsverkehr eine unechte Urkunde herstellt, eine echte Urkunde verfälscht oder eine entsprechende Urkunde gebraucht, kann sich wegen Urkundenfälschung strafbar machen.
Bei wiederholtem Missbrauch personenbezogener Daten im Rahmen einer Nachstellung enthält § 238 StGB eigene Regelungen.
Die konkrete Handlung zählt
Nicht jeder Identitätsmissbrauch erfüllt automatisch alle genannten Straftatbestände. Polizei, Staatsanwaltschaft und gegebenenfalls Gerichte prüfen, welche Vorschriften auf den konkreten Sachverhalt anwendbar sind.
Digitale Inhalte verschwinden schnell.
Profile lassen sich löschen, Benutzernamen ändern und Nachrichten nachträglich entfernen.
Eine frühe Dokumentation ist deshalb besonders hilfreich.
Wo Originaldateien, E-Mails oder digitale Dokumente vorhanden sind, sollten diese zusätzlich zu einem Screenshot aufbewahrt werden.
Ein Screenshot zeigt den sichtbaren Inhalt. Die Originaldatei enthält unter Umständen weitere technische Informationen.
Bei mehreren Vorgängen hilft eine einfache zeitliche Übersicht:
So lassen sich Zusammenhänge später leichter nachvollziehen.
Nicht jeder Fall von Identitätsdiebstahl benötigt eine Privatdetektei.
Geht es allein darum, einen kompromittierten Account zu sperren oder eine fremde Zahlung zu stoppen, sind Plattform, Bank und Polizei zunächst die wichtigeren Ansprechpartner.
Eine detektivische Recherche kommt eher dann ins Spiel, wenn eine konkrete tatsächliche Frage offen bleibt.
Detektive können öffentlich zugängliche Profile, Benutzernamen, Bilder und weitere digitale Spuren miteinander vergleichen.
Bei gefälschten Identitäten lässt sich untersuchen, wo Fotos bereits veröffentlicht wurden und ob sie ursprünglich zu einer anderen Person gehören.
Bei Romance Scam oder anderen Onlinebekanntschaften kann geprüft werden, ob Name, Beruf, Aufenthaltsort und weitere behauptete Lebensdaten plausibel zusammenpassen.
Mehrere Fake-Accounts können gemeinsame öffentlich erkennbare Merkmale besitzen, beispielsweise wiederkehrende Kontaktdaten, Benutzernamen, Fotos oder andere Spuren.
Bestehen konkrete Hinweise auf eine reale Person oder einen Aufenthaltsort im Ausland, lässt sich je nach Datenlage eine
internationale Personensuche
prüfen.
Bei wiederholten Veröffentlichungen oder Kontaktaufnahmen kann ein Ermittler vorhandene Vorgänge strukturiert erfassen und weitere rechtlich zugängliche Hinweise recherchieren.
Private Ermittler besitzen keine polizeilichen Sonderbefugnisse.
Eine Detektei darf insbesondere nicht:
Opfer gehen mitunter davon aus, eine Detektei könne von einem sozialen Netzwerk einfach Name und Anschrift hinter einem anonymen Konto anfordern.
Private Ermittler besitzen dafür keine hoheitliche Auskunftsbefugnis.
Bei strafrechtlich relevanten Sachverhalten können Polizei und Staatsanwaltschaft im Rahmen ihrer gesetzlichen Befugnisse andere Möglichkeiten besitzen.
Ein sprachlicher Stil, ein Profilfoto oder eine Vermutung über einen früheren Partner reicht nicht aus, um eine Person als Täter darzustellen.
Professionelle Ermittlungen müssen zwischen Hinweisen, Übereinstimmungen und tatsächlich festgestellten Tatsachen unterscheiden.
Einen vollständigen Schutz gibt es nicht. Das Risiko lässt sich aber deutlich reduzieren.
Wird dasselbe Passwort für mehrere Konten benutzt, kann ein kompromittierter Zugang weitere Accounts gefährden.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt die Zwei-Faktor-Authentisierung insbesondere für wichtige Konten wie E-Mail, Social Media, Online-Shopping und Banking.
Geburtsdatum, private Telefonnummer, Wohnadresse, Reisepläne und andere Informationen müssen nicht für jeden Nutzer eines sozialen Netzwerks sichtbar sein.
Bei unerwarteten Nachrichten einer Bank, eines Shops oder Plattformbetreibers sollte die Webseite besser direkt über die bekannte Adresse oder App geöffnet werden.
Vor dem Versand sollte geprüft werden, ob der Empfänger die Kopie tatsächlich benötigt und vertrauenswürdig ist.
Unbekannte Transaktionen, neue Geräteanmeldungen oder unerwartete Passwortänderungen fallen schneller auf, wenn Konten regelmäßig überprüft werden.
Identity Theft bedeutet Identitätsdiebstahl beziehungsweise Identitätsmissbrauch. Ein Täter nutzt personenbezogene Daten einer anderen Person, um unter deren Identität aufzutreten oder diese Daten für eigene Zwecke einzusetzen.
Hinweise sind beispielsweise unbekannte Rechnungen oder Verträge, fremde Login-Vorgänge, Passwortänderungen, unbekannte Abbuchungen, Fake-Profile mit eigenen Fotos oder Nachrichten von Bekannten, die unter Ihrem Namen kontaktiert wurden.
Sichern Sie zunächst vorhandene Beweise und schützen Sie betroffene Konten. Informieren Sie bei finanziellen Vorgängen Bank oder Zahlungsdienst, melden Sie Fake-Profile beim Plattformbetreiber und erstatten Sie bei strafbaren Handlungen Anzeige bei der Polizei.
Das Strafgesetzbuch enthält keinen einzelnen Tatbestand mit der Überschrift Identitätsdiebstahl. Je nach Vorgehensweise kommen unter anderem Betrug, Computerbetrug, Ausspähen von Daten, Urkundenfälschung, Fälschung beweiserheblicher Daten oder Nachstellung in Betracht.
Dokumentieren Sie das Profil zunächst mit URL, Benutzername, Screenshots und Datum. Melden Sie es danach beim Plattformbetreiber als Identitätsmissbrauch. Hat das Profil bereits Dritte kontaktiert oder Schäden verursacht, sollten auch diese Vorgänge dokumentiert und bei strafbaren Handlungen der Polizei gemeldet werden.
Nicknapping ist ein älterer Internetbegriff für die unbefugte Verwendung oder Nachahmung eines Benutzernamens oder Pseudonyms. Für die rechtliche Bewertung kommt es darauf an, wie der fremde Name tatsächlich verwendet wird und welche Handlungen damit verbunden sind.
Romance Scammer verwenden oft gestohlene Fotos und Angaben realer Personen, um eine glaubwürdige falsche Identität aufzubauen. Gleichzeitig können persönliche Daten des späteren Betrugsopfers gesammelt und für weitere Betrugsversuche missbraucht werden.
Eine fremde Bestellung sollte nicht einfach als eigener Vertrag behandelt werden. Betroffene sollten die Forderung unverzüglich bestreiten und den vermuteten Identitätsmissbrauch mitteilen. Bei größeren Forderungen, Mahnverfahren oder rechtlich unklaren Fällen empfiehlt sich anwaltliche Beratung.
Je nach vorhandenen Spuren kann eine Detektei öffentlich zugängliche Profile, Bilder, Kontaktdaten und andere Hinweise miteinander vergleichen und reale Identitäten überprüfen. Eine Garantie für die Identifizierung gibt es nicht. Private Ermittler können Plattformen nicht zur Herausgabe geschützter Nutzerdaten zwingen.
Eine IP-Adresse allein verschafft einer Privatdetektei keinen Zugriff auf die Bestandsdaten eines Internetanschlusses. Detektive besitzen keine hoheitliche Befugnis, Provider oder Plattformen zur Herausgabe solcher Daten zu verpflichten. Bei Straftaten sollte die Polizei eingeschaltet werden.
Speichern Sie Screenshots, URLs, Benutzernamen, Nachrichten, Original-E-Mails, Rechnungen, Zahlungsinformationen und das jeweilige Datum. Bei mehreren Vorfällen hilft eine chronologische Übersicht, um Zusammenhänge nachvollziehbar darzustellen.
Nutzen Sie unterschiedliche starke Passwörter, aktivieren Sie Zwei-Faktor-Authentisierung, geben Sie persönliche Daten und Ausweiskopien nur gezielt weiter und reagieren Sie vorsichtig auf unerwartete Nachrichten mit Links oder Aufforderungen zur Eingabe von Zugangsdaten.
Senden Sie uns die bereits vorhandenen Informationen: Fake-Profile, Benutzernamen, Nachrichten, Fotos, Telefonnummern oder andere bekannte Spuren. Wir prüfen, welche Ermittlungsansätze sinnvoll und rechtlich zulässig sind. Bei laufendem finanziellen Missbrauch sollten Sie parallel Bank, Zahlungsdienst oder Plattform informieren und bei Straftaten Anzeige erstatten.
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