Wenn Sie Verleumdung im Internet beweisen möchten, sichern Sie zuerst die vollständige Veröffentlichung mit Profil, direkter URL, Datum, Uhrzeit und sichtbarem Kontext. Ein ausgeschnittener Screenshot eines einzelnen Satzes liefert deutlich weniger Informationen als eine vollständige Dokumentation des Beitrags, Accounts und Veröffentlichungszusammenhangs.
Bewahren Sie Originaldateien unverändert auf und sichern Sie auch E-Mails, Nachrichten, Bilder, Videos sowie sichtbare Reaktionen und Weiterverbreitungen. Dokumentieren Sie zugleich konkrete Konsequenzen für Ihren Ruf, Ihr Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden oder Ihre berufliche Tätigkeit.
Erst nach der Beweissicherung sollten Plattformmeldung, Löschungsantrag und rechtliche Schritte folgen. Bei anonymen Accounts prüfen unsere Ermittler öffentlich zugängliche Profilspuren, Aliasnamen, Bilder, Querverbindungen und weitere Hinweise auf die mögliche Urheberschaft. Einen automatischen Zugriff auf IP-Adressen oder interne Plattformdaten besitzt eine Detektei nicht.
Falsche Behauptungen, Gerüchte und gezielte Diffamierung verbreiten sich im Netz über soziale Medien, Bewertungsportale, Foren, Messenger und andere digitale Medien innerhalb kurzer Zeit. Betroffen sind Privatpersonen ebenso wie Firmen, Selbstständige und deren Mitarbeiter.
Für Betroffene entsteht verständlicherweise der Wunsch nach einer sofortigen Antwort oder Löschung. Für die spätere rechtliche Prüfung ist jedoch zuerst die vollständige Beweissicherung wichtig. Verschwindet ein Beitrag, gehen möglicherweise Profilinformationen, Kommentare, Hasskommentare, Reaktionen oder andere Hinweise verloren.
Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Verleumdung im Internet dokumentieren, welches Recht bei Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung greift, wo die Meinungsfreiheit ihre Grenzen findet und welche Hilfe bei anonymen Accounts, Hasspostings oder falschen Google-Bewertungen sinnvoll ist.
1. Inhalt vollständig sichern
Beitrag, Profil, URL, Datum, Uhrzeit, E-Mail und sichtbaren Zusammenhang dokumentieren.
2. Originale unverändert lassen
Screenshots, Medien und Seitenkopien aufbewahren. Hervorhebungen ausschließlich in zusätzlichen Arbeitskopien vornehmen.
3. Strafbarkeit prüfen lassen
Meinung, Tatsachenbehauptung, Beleidigung, üble Nachrede und Verleumdung besitzen unterschiedliche Voraussetzungen.
4. Verbreitung begrenzen
Nach der Sicherung Plattformmeldung, anwaltliche Unterstützung, Löschung und gegebenenfalls Polizei prüfen.
Anonymer Account oder falsche Behauptung im Internet?
Senden Sie uns vorhandene Links, Screenshots, E-Mails, Profilnamen und weitere öffentlich sichtbare Informationen. Wir prüfen, welche Inhalte noch gesichert werden sollten und welche zulässigen Rechercheansätze zur möglichen Urheberschaft bestehen.
Im Alltag werden Begriffe wie Verleumdung, üble Nachrede, Rufmord, Diffamierung oder Rufschädigung oft gleich verwendet. Strafrechtlich bestehen jedoch Unterschiede. „Rufmord“ ist kein eigener Straftatbestand.
Gleichzeitig schützt Art. 5 Grundgesetz die Meinungsfreiheit. Auch scharfe, unangenehme oder überspitzte Kritik ist deshalb nicht automatisch rechtswidrig. Die Meinungsfreiheit findet jedoch unter anderem Grenzen in den allgemeinen Gesetzen und im Recht der persönlichen Ehre.
§ 185 StGB schützt die persönliche Ehre. Wortlaut, Form, Zusammenhang und Art der Veröffentlichung beeinflussen die rechtliche Bewertung.
Betrifft eine ehrenrührige Tatsachenbehauptung gegenüber Dritten, deren Wahrheit nicht erwiesen ist.
Betrifft eine unwahre ehrenrührige Tatsache, die wider besseres Wissen behauptet oder verbreitet wird.
Auch eine wahre Tatsache schließt eine Beleidigung nicht in jedem Fall aus. § 192 StGB erfasst Fälle, in denen sich der beleidigende Charakter aus der Form der Aussage oder den Umständen ergibt. Dies wird oft unter dem Stichwort Formalbeleidigung behandelt.
Eine Tatsachenbehauptung lässt sich grundsätzlich auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Eine Meinung enthält dagegen eine persönliche Wertung.
„Das Unternehmen hat meine Anzahlung erhalten und anschließend keine Ware geliefert.“
„Ich halte den Service dieses Unternehmens für schlecht.“
Das Problem liegt in der Praxis oft in Mischformen. Einzelne Wörter reichen zur Beurteilung selten aus. Ein Anwalt betrachtet Aussage, Kontext, Reichweite und die Art und Weise der Veröffentlichung zusammen.
Die mögliche Strafe hängt davon ab, welcher Straftatbestand erfüllt ist und in welcher Weise die Äußerung veröffentlicht wurde.
Der Grundtatbestand sieht Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor. Wird die Beleidigung öffentlich, in einer Versammlung, durch Verbreiten eines Inhalts oder mittels einer Tätlichkeit begangen, reicht der Strafrahmen bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.
Der Grundtatbestand sieht Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor. Bei öffentlicher Begehung, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts reicht der Strafrahmen bis zu zwei Jahren.
Verleumdung wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe bedroht. Erfolgt die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts im Sinne von § 11 Abs. 3 StGB, reicht der gesetzliche Strafrahmen bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.
§ 11 Abs. 3 StGB verwendet einen weiten Begriff des „Inhalts“. Dazu gehören unter anderem Schriften, Bild- und Tonträger, Datenspeicher, Abbildungen sowie Inhalte, die über Informations- oder Kommunikationstechnik übertragen werden. Dadurch erfasst die Vorschrift auch Veröffentlichungen im digitalen Raum.
Der Höchststrafrahmen ist keine Prognose für den einzelnen Fall. Ob überhaupt Strafbarkeit besteht und welche konkrete Strafe in Betracht kommt, beurteilen Staatsanwaltschaft und Gericht anhand des jeweiligen Sachverhalts.
Begriffe wie Hassposting oder Hasskommentar beschreiben keine einzelne Straftat. Ein aggressiver Kommentar kann rechtlich zulässige, wenn auch unangenehme Kritik sein. Andere Inhalte erfüllen möglicherweise den Tatbestand einer Beleidigung, üblen Nachrede, Verleumdung oder einer anderen Straftat.
Enthält ein Posting zusätzlich eine konkrete Bedrohung, Aufrufe zu Gewalt oder andere strafrechtlich relevante Aussagen, sollte dieser Teil gesondert dokumentiert werden. Bei ernsthaften Drohungen oder einer akuten Gefahr ist die Polizei die richtige Anlaufstelle.
Auch der Begriff Hass darf nicht dazu führen, jede scharfe Aussage aus sozialen Medien automatisch als rechtswidrig einzustufen. Das Recht auf Meinungsfreiheit schützt auch kontroverse Aussagen. Entscheidend bleibt der konkrete Inhalt.
Bei einer Bedrohung: Sichern Sie Beitrag, Profil, URL, Zeitstempel und Nachrichten vollständig. Bei einer konkreten Gefahr sollte die Polizei unverzüglich eingeschaltet werden.
Online-Inhalte verändern sich schnell. Kommentare verschwinden, Profilnamen ändern sich, Bewertungen werden bearbeitet, E-Mails gelöscht und Stories laufen aus.
Speichern Sie die genaue Adresse der Webseite, des Posts, Kommentars, Profils oder der Bewertung. Die Startseite einer Plattform genügt dafür nicht.
Zeigen Sie Aussage, Account, Plattform, sichtbaren Kontext und möglichst die Browserleiste oder andere eindeutige Fundstellen.
Speichern Sie E-Mail, Absenderadresse, Headerdaten soweit verfügbar, Chatverläufe und Anhänge. Öffentliche Aussagen und private Nachrichten sollten getrennt dokumentiert werden.
Dokumentieren Sie den Sichtungszeitpunkt und den von der Plattform angezeigten Veröffentlichungszeitpunkt.
Eine PDF, Druckansicht oder vollständige Seitenkopie ergänzt einzelne Screenshots und erhält zusätzlichen Zusammenhang.
Erstellen Sie für Pfeile, Markierungen oder Hervorhebungen separate Kopien.
Ein Screenshot ist ein wichtiger Baustein, zeigt aber unter Umständen nur einen Ausschnitt der ursprünglichen Veröffentlichung. Auch Bilder, Videos oder andere Medien können selbst Gegenstand einer Diffamierung sein, etwa wenn sie verändert, aus einem anderen Zusammenhang übernommen oder mit einer falschen Behauptung verbunden wurden.
Bewahren Sie deshalb auch bei möglicherweise manipulierten Medien die ursprüngliche Funddatei, den Link, den Account und den sichtbaren Kontext auf. Die Frage, ob eine Datei technisch verändert wurde, ist von der rechtlichen Bewertung der damit verbreiteten Aussage zu trennen.
Bei Stories und anderen kurzlebigen Inhalten zählt Geschwindigkeit. Sichern Sie den sichtbaren Ablauf, Profilinformationen und Zeitbezug, bevor der Inhalt verschwindet.
Wer wegen einer falschen Behauptung wirtschaftliche oder persönliche Nachteile geltend machen möchte, sollte nicht allein den ursprünglichen Post sichern. Auch die konkreten Konsequenzen verdienen eine nachvollziehbare Dokumentation.
Absagen, Rückfragen oder Nachrichten von Kunden und Geschäftspartnern sichern, wenn sie sich konkret auf die Aussage beziehen.
Gespräche mit Mitarbeitern, Arbeitgebern oder Auftraggebern festhalten, wenn die Veröffentlichung konkrete berufliche Folgen auslöst.
Auftrags- oder Umsatzverluste nachvollziehbar erfassen und dem zeitlichen Verlauf zuordnen.
Aufrufe, Kommentare, Weiterleitungen, Hasskommentare und Wiederholungen auf weiteren Plattformen dokumentieren.
Nach der Beweissicherung lässt sich ein mutmaßlich rechtswidriger Inhalt bei der jeweiligen Plattform melden.
Der Digital Services Act verpflichtet Anbieter von Hostingdiensten, elektronische Melde- und Abhilfeverfahren für Inhalte bereitzustellen, die Nutzer als rechtswidrig ansehen. Eine Meldung sollte den konkreten Inhalt eindeutig bezeichnen, den genauen elektronischen Fundort enthalten und nachvollziehbar begründen, weshalb der Inhalt als rechtswidrig angesehen wird.
Die Plattform muss solche Meldungen zeitnah, sorgfältig, objektiv und nicht willkürlich bearbeiten. Daraus folgt jedoch keine Pflicht, jeden gemeldeten Beitrag automatisch zu löschen. Auch Plattformen müssen Meinungsfreiheit und andere Rechte berücksichtigen.
Sinnvolle Reihenfolge
Eine direkte Kontaktaufnahme ist nicht immer die beste erste Reaktion. Der Verfasser könnte Beiträge löschen, Accounts verändern oder die Auseinandersetzung weiter eskalieren.
Sichern Sie deshalb zuerst die vorhandenen Beweise. Anschließend lässt sich gemeinsam mit einem Anwalt entscheiden, ob eine direkte Aufforderung zur Löschung, eine Abmahnung, eine Plattformmeldung oder ein anderer Weg die bessere Aussicht bietet.
Anonyme Accounts und Fake-Profile spielen bei Diffamierung im Internet immer wieder eine Rolle. Teilweise nutzt der Verfasser einen erfundenen Namen, teilweise übernimmt er Bilder oder Angaben einer tatsächlich existierenden Person.
Ein Pseudonym bedeutet jedoch nicht automatisch, dass keinerlei Ermittlungsansatz besteht. Öffentlich sichtbare Spuren verbinden mitunter mehrere Accounts oder Veröffentlichungen.
Gleiche oder ähnliche Nutzernamen auf anderen Diensten schaffen mögliche Querverbindungen.
Wiederverwendete Profilbilder, Videos, Posts und Textfragmente verbinden mitunter verschiedene öffentliche Profile.
Kenntnisse über interne Vorgänge, Mitarbeiter oder nicht öffentliche Ereignisse grenzen den möglichen Personenkreis ein, ersetzen aber keinen Identitätsnachweis.
Charakteristische Formulierungen, Postingzeiten oder wiederkehrende Gerüchte liefern Hinweise, benötigen für eine belastbare Zuordnung jedoch weitere Übereinstimmungen.
Weitere Hinweise finden Sie in unserem Ratgeber Fake-Profil erkennen und Identität überprüfen.
Klare Grenze: Wir hacken keine Accounts, umgehen keine Passwörter und beschaffen keine nicht öffentlichen Plattformdaten. Eine Detektei erhält nicht automatisch IP-Adressen, Login-Daten oder interne Bestandsdaten eines Accounts.
Eine negative Google-Bewertung ist nicht automatisch Verleumdung. Kunden dürfen schlechte Erfahrungen schildern und Firmen deutlich kritisieren.
Problematisch werden insbesondere überprüfbare Tatsachenbehauptungen, die falsch sind, oder Bewertungen, die einen konkreten Kundenkontakt behaupten, obwohl ein entsprechender Vorgang möglicherweise gar nicht stattgefunden hat.
Sichern Sie Bewertungstext, Sternebewertung, Profilnamen, Profilseite, Datum, Unternehmensbezug und weitere öffentlich sichtbare Bewertungen des Accounts, soweit diese für den Fall relevant sind.
Beispiel: „Ich finde den Service unfreundlich“ ist eine Wertung. „Das Unternehmen hat 5.000 Euro Anzahlung erhalten und nie geliefert“ enthält eine konkrete und überprüfbare Tatsachenbehauptung. Die rechtliche Einordnung hängt vom gesamten Zusammenhang ab.
Ist der Verfasser nicht bekannt, kann eine Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet werden. Eine Strafanzeige und ein gegebenenfalls erforderlicher Strafantrag sind jedoch zwei verschiedene Dinge.
Nach § 158 StPO können Strafanzeige und Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft, bei Behörden und Beamten des Polizeidienstes sowie bei Amtsgerichten angebracht werden. Sie müssen daher nicht ausschließlich schriftlich bei der Polizei eingereicht werden. Die aufnehmende Stelle dokumentiert die Erklärung. Lassen Sie sich den Eingang auf Wunsch schriftlich bestätigen.
Bei Straftaten, deren Verfolgung einen Strafantrag voraussetzt, müssen Identität und Verfolgungswille der antragstellenden Person sichergestellt sein.
Sind für strafrechtliche Ermittlungen zuständig und verfügen über gesetzliche Befugnisse, die einer privaten Detektei nicht zustehen.
Prüft Unterlassung, Beseitigung, Schadensersatz, Strafantrag, Dringlichkeit und die Erfolgsaussicht weiterer rechtlicher Schritte.
Unterstützt bei der Dokumentation öffentlich zugänglicher Inhalte und recherchiert zulässige Hinweise auf Identität, Verbindungen und weitere Veröffentlichungen.
Bei Online-Verleumdung werden Strafantragsfrist und Verjährungsfrist oft miteinander verwechselt.
§ 77b StGB bestimmt bei antragsabhängigen Straftaten grundsätzlich eine Frist von drei Monaten. Sie beginnt mit Ablauf des Tages, an dem der Berechtigte von Tat und Person des Täters Kenntnis erlangt.
Wegen des gesetzlichen Höchststrafrahmens beträgt die strafrechtliche Verfolgungsverjährung bei Verleumdung grundsätzlich fünf Jahre. Nach § 78a StGB beginnt sie grundsätzlich mit Beendigung der Tat.
Bestimmte gesetzlich geregelte Maßnahmen können die Verjährung nach § 78c StGB unterbrechen. Dazu gehören beispielsweise die erste Beschuldigtenvernehmung, die Bekanntgabe der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens oder bestimmte richterliche Maßnahmen. Nicht jede beliebige Ermittlungshandlung unterbricht automatisch die Verjährung.
Davon getrennt besteht im Zivilrecht nach § 195 BGB eine regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren. Deren Beginn richtet sich grundsätzlich nach § 199 BGB. Welche zivilrechtliche Frist für den konkreten Anspruch gilt, sollte ein Anwalt prüfen.
Deshalb nicht warten: Auch wenn die strafrechtliche Verjährungsfrist länger läuft, kann eine wesentlich kürzere Strafantragsfrist relevant sein. Eine frühe rechtliche Prüfung vermeidet unnötige Fristprobleme.
Eine hitzige Antwort verstärkt unter Umständen die Reichweite und lenkt von der Beweissicherung ab.
Ohne Profil, URL und Zusammenhang fehlen wesentliche Informationen.
Zuschneiden, Überschreiben und Markieren sollte ausschließlich an zusätzlichen Arbeitskopien erfolgen.
Ein Verdacht rechtfertigt weder unbefugten Zugriff auf fremde Konten noch öffentliche Anschuldigungen ohne ausreichende Tatsachengrundlage.
Eine Detektei ersetzt weder einen Anwalt noch die Polizei. Sie bietet jedoch praktische Unterstützung bei der strukturierten Sicherung öffentlich zugänglicher Inhalte und bei der Recherche nach Hinweisen auf den möglichen Urheber.
Grenzen unserer Arbeit: Wir besitzen keinen automatischen Zugriff auf IP-Adressen, Login-Daten oder interne Plattforminformationen. Solche Daten liegen gegebenenfalls bei Diensteanbietern und setzen die jeweils vorgesehene rechtliche oder behördliche Grundlage voraus.
Sichern Sie die konkrete Aussage vollständig mit URL, Profilname, Datum, Uhrzeit und sichtbarem Kontext. Dokumentieren Sie auch E-Mails, weitere Veröffentlichungen und konkrete Folgen. Bewahren Sie die Originaldateien unverändert auf.
Ein Screenshot ist ein wichtiger Baustein, kann aber wesentliche Angaben ausblenden. Aussagekräftiger sind vollständige Screenshots mit Profil, URL, Zeitbezug und Kontext sowie eine zusätzliche Seitenkopie.
§ 187 StGB sieht Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe vor. Wird die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten eines Inhalts nach § 11 Abs. 3 StGB begangen, reicht der gesetzliche Strafrahmen bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.
§ 186 StGB betrifft eine ehrenrührige Tatsachenbehauptung, deren Wahrheit nicht erwiesen ist. § 187 StGB setzt eine unwahre Tatsache und Handeln wider besseres Wissen voraus.
§ 192 StGB stellt klar, dass selbst der Wahrheitsbeweis eine Bestrafung nach § 185 StGB nicht ausschließt, wenn sich der beleidigende Charakter aus der Form der Aussage oder den Umständen ergibt.
Nein. Kritik und Meinungsäußerungen stehen grundsätzlich unter dem Schutz der Meinungsfreiheit. Relevant sind insbesondere falsche Tatsachenbehauptungen und der vollständige Zusammenhang der Bewertung.
Ja. Ist der Verfasser unbekannt, lässt sich eine Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten. Sichern Sie vorher möglichst alle öffentlich sichtbaren Profil- und Veröffentlichungsdaten.
Nein. Nach § 158 StPO können Strafanzeige und Strafantrag bei Staatsanwaltschaft, Polizei oder Amtsgericht angebracht werden. Die aufnehmende Stelle dokumentiert die Erklärung. Bei einem erforderlichen Strafantrag müssen Identität und Verfolgungswille eindeutig feststehen.
Bei antragsabhängigen Straftaten gilt nach § 77b StGB grundsätzlich eine Frist von drei Monaten. Sie beginnt mit Ablauf des Tages, an dem der Berechtigte von Tat und Täter Kenntnis erlangt.
Die strafrechtliche Verfolgungsverjährung für Verleumdung nach § 187 StGB beträgt wegen des gesetzlichen Höchststrafrahmens grundsätzlich fünf Jahre. Davon zu unterscheiden ist die regelmäßige zivilrechtliche Verjährungsfrist von drei Jahren nach § 195 BGB. Die konkrete Fristberechnung sollte ein Anwalt prüfen.
Detektive dokumentieren öffentlich zugängliche Inhalte, prüfen Aliasnamen, Bilder und Querverbindungen und recherchieren Hinweise auf die mögliche Urheberschaft. Eine Detektei besitzt keinen Sonderzugriff auf IP-Adressen, Login-Daten oder interne Plattforminformationen.
Falsche Behauptungen, Gerüchte oder gezielte Diffamierung beeinträchtigen Ihren Ruf, Ihre Firma oder Ihre berufliche Position? Senden Sie uns die vorhandenen Veröffentlichungen, E-Mails, Links und Profilinformationen. Wir prüfen, welche Inhalte noch gesichert werden sollten und welche rechtmäßigen Rechercheansätze zur möglichen Urheberschaft bestehen.
Rechtliche Quellen
Wir sind seit drei Generationen Mitglied in der World Association of Detectives, dem größten Detektiv-Verband der Welt. Im Weltverband stellen wir einen Board Member als Director der WAD.
Über einen unserer Geschäftsführer sind wir Mitglied im Bundesverband des Detektiv- und Ermittlungsgewerbes e.V. (BuDEG), nachdem er zuvor schon Jahrzehnte im BDD und BID Mitglied war.
Wir sind seit Jahrzehnten Mitglied in der Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft e.V. Der Verband ist Mitglied der Public Private Partnership "Sicherheits-Partnerschaft NRW gegen Wirtschaftsspionage und Wirtschaftskriminalität".
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